Richtig werben mit Google Adwords – „Die Landing Page“

Google AdwordsMittlerweilen gibt es eine Vielzahl an Büchern, Online-Information, Kurse und Berater zum Thema Google Adwords. Dass sich nicht gleich jeder Webshop-Besitzer einen Spezialisten leisten will oder kann, ist verständlich. Was mich aber immer wieder erstaunt, wie selbst grössere Firmen nicht einmal die einfachsten Grundregeln der Google Adwords Werbung beachten, und damit Geld zum Fenster hinauswerfen. Nicht selten gelange ich nach dem Klick auf eine Google-Anzeige auf Webseiten mit einer Errormeldung oder auf eine Webseite die überhaupt nichts mit meinem Suchbegriff zu tun hat.
Nehmen wir an, Sie wollen Burgunder Rotweine kaufen. Tippen Sie in Google den Begriff „Burgunder Rotweine“ ein. Nun erscheint eine ganze Reihe von Google-Anzeigen sowohl oberhalb wie auch rechts der organischen Ergebnisliste. Klicken Sie auf einige Anzeigen. In meinem Fall erscheinen 10 Anzeigen. Davon gelange ich lediglich bei zweien (!) direkt auf eine Seite, welche Burgunder Weine anbietet. Bei einer Anzeige handelt es sich um ein Forum zu Burgunder Weine. Alle übrigen Seiten zeigen irgendwelche Weine an, nur nicht Burgunder Weine. Es kommt aber noch schlimmer, einige bieten überhaupt keine Burgunder Weine an! Was mich bei solchen Anzeigen am meisten stört, ist dass diese Dummköpfe (entschuldigen Sie den Ausdruck, aber wer einfach Geld zum Fenster hinauswirft ist ein Dummkopf) die Preise für Google-Anzeigen in die Höhe treiben.
Noch schlimmer steht es bei anderen Suchbegriffen. Geben Sie zum Beispiel „Foto scannen“ ein. Nun erhalten ich Anzeigen zu Druckern (und das von Lidle!) oder zu Fotobearbeitungssoftware. Also Dinge, die nicht einmal im Entferntesten mit meinem Suchbegriff zu tun haben.
Beachten Sie deshalb unbedingt die zwei wichtigsten Grundregeln der Google Adwords Anzeigen:
1. Die Anzeige muss zum Suchbegriff möglichst genau passen
2. Wenn man auf die Anzeige klickt, muss der Surfer auf eine Seite gelangen, wo er entweder Informationen jeglicher Art (inkl. Gratis-Offerten, eBooks, etc.) zum Suchbegriff erhält oder das entsprechende Produkt bzw. Dienstleistung bestellen kann, ohne noch auf der Webseite suchen zu müssen.

Weitere Informationen zum Thema Google Adwords erhalten Sie zum Beispiel direkt an der Quelle – also bei Google http://www.google.de/intl/de/adwords/signuptips/index.html#sourceid=awo&subid=de-de-ha-search_direct&medium=ha&utm_medium=ha&utm_source=de-de-ha-search_direct&utm_content=de-de-ha-search_direct&utm_campaign=de&hl=de-de

In meinem nächsten Artikel werde ich auf einen weiteren, wenig diskutierten aber sehr wichtigen Punkt zum Thema Google Adwords eingehen: Wann lohnen sich Google Adwords und wann sollte man sich Alternativen suchen.

Ihr Patrick Brunner

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Die Zauberformel der Umsatzsteigerung – Teil 3

Kunden kaufen öftersNun kommen wir zum letzten Artikel der Reihe „Zauberformel der Umsatzsteigerung“.

Auch diesmal möchte ich wiederum die Zauberformel in Erinnerung rufen:

Umsatzsteigerung = MK x MP x KK x bestehender Umsatz

MK: Sie gewinnen mehr Kunden, ändern aber am Produktportfolio nichts

MP: Sie verkaufen mehr Produkte an einen Kunden.

KK: Sie bringen einen Kunden dazu, öfters bei Ihnen zu kaufen

Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten, einen Kunden dazu zu bringen, öfters bei Ihnen einzukaufen.

  1. Durch Direktmarketing (E-mail, Newsletter, etc.)
  2. Durch ein Abo-Modell
  3. Durch ständig neue und innovative Produkte

Dass Newlsetter und e-Mail-Kampagnen äussert wichtig sind, sollte heute auch dem letzten Online-Unternehmer klar sein. Hierzu gibt es eine grosse Fülle an Informationen und Dienstleister. Eine gute Quelle ist wie immer Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/E-Mail-Marketing), aber auch die Newsletter von Dr. Schwarz (http://www.absolit.de/).

Hingegen sind sich die Webshop-Betreiber des Potenzials eines Abo-Models viel zu wenig bewusst. Sie sollten sich unbending überlegen, ob Sie Ihre Waren nicht auch im Abonnement verkaufen könnten. Neben den bekannten Zeitschriften (und Informationsprodukte im allgemeinen) eigenen sich auch Produkte des täglichen Bedarfs (Lebensmittel, Putzmittel, etc.) und solche, welche regelmässig gebraucht werden und eine gewisse Abnutzung zeigen wie Kleider, Fahrradzubehör, etc. Bekannte Beispiele sind

Mit einem Abonnement-Modell haben Sie folgende Vorteile

  1. Sie haben einen konstanten und berechenbaren Einkommensstrom (was auch die Logistik vereinfacht)
  2. Sie können die Produkte mit Rabatt (also billiger als Ihre Konkurrenz) verkaufen, dank der Vereinfach der Logistik und grössere Bestellmengen.

Auch die dritte Möglichkeit kommt bei vielen Online-Shops zu kurz: Sie müssen Ihr Produkteportfolio ständig aktulisieren und mit interessanten Neuigkeiten ergänzen. Das heisst nicht unbedingt, dass Sie automatisch Ihr Angebot erweitern müssen. Sie sollten ja auch alte Artikel aus Ihrem Sortiment nehmen. Bei neuen Produkten sollten Sie sich insbesondere dazu Gedanken machen, wie sich diese zum Cross-Selling eignen. Sie sollten also Ihr Sortiment ganz gezielt und überlegt erneuern und allenfalls erweitern. Wenn Sie zum Beispiel Laptops verkaufen, dann sollten Sie allenfalls auch Laptop-Taschen und weiteres Zubehör dazu anbieten.

Wichtig ist aber, dass Sie eine klare Sortiments-Strategie verfolgen und diese auch mit dem übrigen Geschäftsmodell (Logistik, Marketing, etc.) abstimmen. Ansonsten entsteht Ihnen nur zusätzliche Kosten aufgrund von gelagerten Artikeln, welche Sie nicht verkaufen können.

Ihr Patrick Brunner

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Die Zauberformel der Umsatzsteigerung – Teil 2

Drehzahl eines Artikels erhöhenWährend ich mich beim Artikel zum ersten Faktor der Umsatzsteigerungsformel auf eine Auflistung von Möglichkeiten beschränkt habe, möchte ich bezüglich des zweiten Faktors doch etwas konkreter werden.

Zuerst aber zur Erinnerung, die Zauberformel der Umsatzsteigerung:

Umsatzsteigerung = MK x MP x KK x bestehender Umsatz

MK: Sie gewinnen mehr Kunden, ändern aber am Produktportfolio nichts

MP: Sie verkaufen mehr Produkte an einen Kunden.

KK: Sie bringen einen Kunden dazu, öfters bei Ihnen zu kaufen

Da die meisten traditionellen Märkte gesättigt sind und somit es schwierig ist, noch neue Kunden zu gewinnen, fokussieren sich die Unternehmen auf den zweiten (MP) und dritten (KK) Faktor. Im Online-Geschäft hingegen konzentrieren sich die meisten Firmen auf das Gewinnen von Neukunden, und verspielen somit ein grosses Umsatzsteigerungspotenzial.

Einige der wichtigsten Massnahmen zur Steigerung des Umsatzes pro Auftrag gehören zum Bereich Cross-, Up- und Downselling (CUD-Selling). Eine Erläuterung der Begriffe mit Beispielen finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Crossselling, http://de.wikipedia.org/wiki/Upselling. Zum Begriff Downselling findet man (noch) keinen Beitrag in Wikipedia. Dies verdeutlicht auch, dass diese Strategie im Online-Handel noch weitgehend unbekannt ist. Downselling bedeutet, dass man dem Kunden ein billigeres und oft bezüglich Funktionalitäten oder Ausstattung reduziertes Angebot unterbreitet, wenn er die Standard-Variante nicht möchte, weil sie ihm zu teuer ist. Im Internet kann dies zum Beispiel ein DVD-Kurs zum Download (statt eine physische Variante) sein.

Ein Meister des CUD-Sellings ist Amazon. Wenn Sie ein Produkt kaufen wollen, erscheinen gleich noch weitere Empfehlungen im Sinne „Kunden, welche dieses Produkt erwarben, kauften auch…“. Dazu verwendet Amazon wie auch andere grosse Online-Anbieter wie OTTO eine sogenannte Empfehlungs-Engine (vgl. dazu http://de.wikipedia.org/wiki/Recommendation_Engine). Untersuchungen haben aber gezeigt, dass das Cross-Selling am besten funktioniert, wenn man am Schluss des Kaufprozesses weitere Produkte anbietet.

Es gibt zudem verschiedene Möglichkeiten des CUD-Selling, zum Beispiel in Form von Paketen, von Produktempfehlungen oder Einmal-Angeboten.

Für die Umsetzung einer CUD-Strategie gibt es heute verschiedene Tools, die einem dabei unterstützen. Oft sind es aber gerade einfache und kostengünstige Massnahmen, die wesentlich bessere Resultate zeigen als teure Recommendation Engines, die dann doch nicht so richtig funktionieren.

Praktisch alle Online-Shops und eCommerce Webseiten, welche die CUD-Strategie einsetzen, sprechen von 20% bis zu 400% Umsatzsteigerung! Also Zeit, sich mit dem Thema genauer zu beschäftigen. Deshalb habe ich dazu einen DVD-Kurs geschaffen, den Sie unter http://www.verkaufenmiterfolg.com/cud-strategie.html bestellen können.

Ihr Patrick Brunner

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Die Zauberformel der Umsatzsteigerung – Teil 1: Mehr Kunden gewinnen

Online Marketing MassnahmenIn diesem Artikel möchte ich darauf eingehen, wie Sie grundsätzlich den ersten Faktor der Zauberformel der Umsatzsteigerung beeinflussen können.

Zur Erinnerung: Die Zauberformel lautet:

Umsatzsteigerung = MK x MP x KK x bestehender Umsatz

MK: Sie gewinnen mehr Kunden

MP: Sie verkaufen mehr Produkte ohne den Kundenstamm zu vergrössern (auch als Erhöhung der Umschlagshäufigkeit oder Drehzahl eines Artikels bezeichnet)

KK: Sie bringen einen Kunden dazu, öfters bei Ihnen zu kaufen

Damit Sie im Online-Geschäft mehr Kunden gewinnen, brauchen Sie mehr Besucher Ihrer Website oder Ihres Webshops.  Mindestens 90% der Internet-Marketing-Massnahmen konzentrieren sich  auf diesen Faktor. Dementsprechend gross ist die Vielfalt der Massnahmen. Ich habe versucht, die wichtigsten Möglichkeiten aufzulisten:

Suchmaschinenoptimierung: Optimieren Sie Ihre Webseite so, dass Sie von Google & Co auch gefunden wird.

E-Mail-Marketing: Für die meisten Online-Shops die weitaus effizienteste Massnahme um neue Kunden zu gewinnen. Dabei verwenden Sie aber nicht nur Ihre eigene E-Mail-Liste, sondern die eines Partners (vgl. dazu auch Partnerschaften).

Sponsored Links: Lancieren Sie bezahlte Werbung in Suchmaschinen, z. B. Google-AdWords-Kampagnen.

Verzeichnisse / Webkataloge / Bookmark-Sites: Listen Sie Ihre Webseite in einem Verzeichnis oder Webkatalog.

Bannerwerbung: Schalten Sie, wenn möglich benutzerverhaltensbasierte, Banner in anderen Websites, insbesondere Foren und Newsletters.

Partnerschaften: Benutzen Sie Partnerschaften um Ihre Verkäufe zu „hebeln“. Partnerschaften sind gerade für junge Unternehmen wahrscheinlich die wirksamste Methode um rasch die Verkäufe zu steigern.

Partnerprogramme (Affiliate-Programme): Statt selber Partner zu suchen, können Sie dazu auch Partnerprogramme benutzen. Affiliate-Programme folgen genauen regeln, während Partnerschaften beliebig gebildet werden können.

Forenposts: Sinnvolle Posts in Foren mit vielen Mitgliedern können oft viele Menschen, welche an Ihren Produkten interessiert sind, auf die eigene Webseite lenken.

Vorstellung auf themenrelevanten Blogs: Wenn Ihre Webseite ein interessantes Thema behandelt, können Sie auch andere Blogger anschreiben und fragen, ob Sie für sie nicht einen Artikel erstellen können, in welchem Sie zum Thema Ihrer Webseite etwas schreiben.

Öffentlichkeitsarbeit in Presseportalen: Im Internet gibt es inzwischen einige bekannte Presseportale auf denen es sich lohnt einen Artikel zu schreiben.

Video auf YouTube: Erstellen Sie einfach ein YouTube Video (oder lassen Sie sich Eines erstellen), das lustig, interessant, provokant oder einfach unglaublich ist.

Biete etwas Kostenloses: Die Leute suchen nach kostenlosen Dingen. Seiten, welche sinnvolle und kostenlose Angebote haben, verbreiten sich ebenfalls sehr schnell.

Social Networks wie Twitter und Facebook nutzen: Facebook und Twitter sind in aller Munde. Viele nutzen Twitter bereits um dort News und Informatives rund um ihre Webseite zu veröffentlichen. Facebook kann hervorragend für das sog. Virale Marketing  („Mund-zu-Mund-Propaganda“) genutzt werden. Auch hier gilt: Biete dem Leser einen Mehrwert und nicht nur sinnlose Werbung.

Natürlich ist diese Liste nicht abschliessend. Praktisch zu jedem Thema könnte man Bücher schreiben und viele Internet-Marketing-Unternehmen haben sich auf ein oder ein paar wenige Massnahmen spezialisiert. Dies zeigt die Komplexität dieser Themen. Dies sollte Sie nun aber nicht abschrecken. Mit 20% Aufwand erreichen Sie, sofern effizient umgesetzt, 80% Wirkung (Pareto-Prinzip). Genau darauf konzentriere sich ja mein Blog: Auf oft unkonventionelle und wenig bekannte Massnahmen und Methoden, welche mit möglichst wenig Aufwand eine maximale Wirkung erzielen.

Ihr Patrick Brunner

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Die Zauberformel der Umsatzsteigerung

Die Zauberformel der UmsatzsteigerungIn meinem Blog lege ich das Schwergewicht auf direkt und einfach umsetzbare Massnahmen zur Verkaufsförderung. Theoretische Abhandlungen zu diesem Thema gibt es ja genug. Trotzdem möchte ich in diesem Artikel einige konzeptionelle Hilfestellungen geben, damit Sie die für Ihre Situation passende Massnahmen wählen können.

Zuerst möchte ich Ihnen die „Zauberformel der Umsatzsteigerung“ näher bringen. Diese erklärt, wie Sie grundsätzlich mehr verkaufen können. Sie setzt sich aus drei Faktoren zusammen:

Umsatzsteigerung = MK x MP x KK x bestehender Umsatz

MK: Sie gewinnen mehr Kunden

MP: Sie verkaufen mehr Produkte ohne den Kundenstamm zu vergrössern (auch als Erhöhung der Umschlagshäufigkeit oder Drehzahl eines Artikels bezeichnet)

KK: Sie bringen einen Kunden dazu, öfters bei Ihnen zu kaufen

Natürlich handelt es sich nicht um eine mathematisch korrekte Formel. Sie soll lediglich verdeutlichen, wo Sie grundsätzlich die Hebel ansetzen können.

Bevor Sie also eine Massnahme zur Umsatzsteigerung suchen, sollten Sie sich überlegen, welchen dieser drei Faktoren der Zauberformel sie damit beeinflussen wollen.

Wichtig: Eine Massnahme sollte sich auf nur EINEN Faktor konzentrieren.

Im den nächsten drei Artikeln werde ich erläutern, wie Sie grundsätzlich jeweils einen dieser Faktoren beeinflussen können. Dies sollte Ihnen bei der Auswahl einer konkreten Massnahme helfen. Denn viele Webshop-Betreiber betreiben einen wenig effektiven Aktivismus im Bereich Marketing und Verkaufsförderung, ohne sich darüber im Klaren zu sein, was Sie schliesselich damit überhaupt erreichen wollen, oder mit anderen Worten, welchen Faktor der Zauberformel sie beeinflussen wollen.

Ihr Patrick Brunner

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Cross-, Up- und Down-Selling zur Umsatzsteigerung im Online-Handel

DVD Cover Kurs Die CUD-StrategieWenn Sie zum Beispiel ein Auto kaufen, wird Ihnen noch eine Klimaanlage oder ein GPS-Gerät angeboten. Dies nennt man Up-selling. Einige Autohäuser bieten noch klappbare Fahrräder, Sporttaschen, etc. mit dem Logo des Herstellers beim Autokauf an. Dies nennt man Cross-Selling. Wenn Ihnen ein Ausstellungswagen zu teuer ist, möchte Ihnen der Verkäufer vielleicht dasselbe Auto verkaufen, aber mit weniger Ausstattung. Dies nennt man Down-Selling.
Diese Cross-, Up- und Downselling-Verkaufsstrategie (CUD-Strategie) findet man überall im traditionellen Geschäft. Erstaunlicherweise findet man sie im Internet-Handel fast nur bei den grossen Namen wie OTTO oder Neckerman. Die kleineren Shops verzichten somit auf ein Umsatzplus von mindestens 20% und in extremen Fällen von bis zu 400%.
Es gibt viele Möglichkeiten die CUD-Strategie umzusetzen. In der einfachsten Version werden vom System automatisch (oder vom Shop-Administrator manuel) weitere Produkte vorgeschlagen, wenn man einen Artikel ausgewählt hat. Effizienter ist es aber, passende Zusatzprodukte anzubieten, nachdem der Käufer die Waren bereits in den Korb gelegt hat und nun zahlen möchte. In vielen Fällen besteht die optimale CUD-Strategie aber darin, nach dem Zahlprozess statt einer einfachen Danke-Seite weitere Produkte mit dem sogenannten OTO-System (OTO = Einmal-Offerte, die kein zweites Mal aufgerufen werden kann) dem Käufer zu präsentieren.
Da dieses Thema bisher im Online-Handel sehr stiffmütterlich behandelt wurde, aber enormes Potential birgt, habe ich einen Kurs zum Thema CUD-Strategie für Online-Shops geschaffen. Mehr Informationen dazu finden Sie unter http://www.verkaufenmiterfolg.com/cud-strategie.html

Ihr Patrick Brunner

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Wie Sie die richtige Domain-Strategie für Ihren Online-Shop wählen

Nun werden Sie sich wahrscheinlich fragen, was hat das denn mit Umsatz steigern oder Marketing für KMUs zu tun?

Im Moment kann ich nur so viel sagen: Eine ganze Menge sogar. Mit der richtigen Domainstrategie stellen Sie sich die Weichen für die Zukunft bezüglich des Besucherstroms und vermeiden schon jetzt, einen unnötigen, riesigen Extraaufwand für Ihre Online Verkaufs- und Marketingmassnahmen.

Worum geht es überhaupt? Nehmen wir mein Unternehmen Fotoportal24 Ltd. Wir bieten in spanisch- und deutschsprachigen Ländern hauptsächlich drei Dienstleistungen und Produkte an (wobei nicht alle Dienstleistungen in allen Ländern angeboten werden): Foto digitalisieren, Foto bearbeiten und Skinfolien für mobile Geräte. Um die Sache noch etwas komplizierter zu machen, bieten wir gewisse Dienstleistungen nur Online (z.B. Foto bearbeiten) und andere sowohl Online wie Offline (z.B. Skinfolien) an.

Dazu haben wir vier Webseiten erstellt: Fotoportal24 als unsere zentrale Website, FotoScan24 für die Scandienstleistungen, Fotoedit24 für die Fotobearbeitung und Moviskin für unsere Skinfolien. Das sagt aber noch nichts über die Strategie aus, bzw. ob wir hierfür jeweils eine eigene URL wählen oder Subdomains oder Unterverzeichnisse.

Nun gibt es grundsätzlich drei Möglichkeiten, sog. Domain-Strategien, dies zu realisieren:

  1. Hauptdomain-Strategie: Wir schaffen für jeden Service oder Produkt eine separate Website mit eigenem URL, also zum Beispiel www.fotoscan24.es, www.fotoscan24.de, www.fotoedit24.es, etc.
  2. Sub-Domain-Strategie: Wir arbeiten mit sog. Sub-Domains, also zum Beispiel www.es.fotoscan24.fotoportal24.com, www.de.fotoscan24.fotoportal24.com, www.es.fotoedit24.fotoportal24.com, etc.
  3. Unterverzeichnis-Strategie: Wir arbeiten mit Unterverzeichnissen, also zum Beispiel www.fotoportal24.com/es-fotoscan24 , www.fotoportal24.com/de-fotoscan24, www.fotoportal24.com/es-fotoscan24, etc.

Natürlich kann man diese Möglichkeiten auch kombinieren, also zum Beispiel für jede Dienstleistung eine eigene Website, aber für die einzelnen Sprachen Verzeichnisse wählen, also zum Beispiel www.fotoscan24.fotoportal24.com/es/ , www.fotoscan24.fotoportal24.com/de/ , www.fotoedit24.fotoportal24.com/es/, etc.,

Es gibt zum Thema „Die richtige Domain Strategie“ dutzende von Artikeln im Internet. Grundsätzlich gibt es dabei zwei Sichtweisen zu berücksichtigen:

  1. SEO-Aspekt (Einflusses auf das Google Ranking)
  2. Organisatorische Aspekte, insbesondere der Aufwand, den Sie für den Unterhalt und das Marketing betreiben müssen

Bezüglich des Einflusses auf das Google Ranking empfehle ich den Beitrag auf http://blogs-optimieren.de/1039/subdomain-oder-verzeichnis-vorteile-und-nachteile/ zu lesen.

Kurz zusammengefasst kommt der Autor dieses Artikels zu folgendem Schluss:

Im Bereich der Suchergebnisse und der Power- bzw. PR-Vererbung verhalten sich Subdomains und Verzeichnisse identisch. Für die Linkpower der Hauptseite sind Verzeichnisse am Besten. Für Webmaster sind Verzeichnisse in der Regel einfacher zu verwalten. Dafür gibt es bei Subdomains einen Vorteil bei weiterführenden technischen Massnahmen. Und als Schluss führt er die Aussage von Matt Cutts (dem Google Guru) an: Je weiter der neue Content vom Inhalt der ursprünglichen Seite entfernt ist, desto eher eine Subdomain; passt der Content dagegen gut zum Inhalt dann lieber in einem Verzeichnis unterbringen.

Bezüglich der organisatorischen Aspekte empfehle ich den Artikel http://www.perun.net/2011/06/10/neues-projekt-ordner-subdomain-oder-neue-domain/ zu lesen.

Seinen Artikel hier kurz zusammengefasst:

Aus meiner Erfahrung kann ich folgendes sagen. Ein richtig neues Projekt mit neuer Hauptdomain sollte man auch nur dann starten, wenn man wirklich freie Kapazitäten hat und vor allem wenn man die Themen klar von einander abgrenzen kann. Wenn das neue Projekt eine grosse Schnittmenge mit dem aktuellen Projekt hat, aber Sie dennoch eine gewisse Trennung erreichen möchten, dann bietet es sich an, das Projekt auf eine neue Subdomain auszulagern.

Und noch ein paar wichtige Kommentare:

Früher spielte die Domain-Strategie eine wichtige Rolle beim sog. „Geotagging“. Das heisst, Google wusste zum Beispiel aufgrund einer Domain .de, dass diese in Deutschland angesiedelt ist. Heute können Sie aber jede Seite mit dem Web-Master-Tool selber „geotaggen“, also sagen, für welches Land sie Relevanz hat. Deshalb spielt diesbezüglich die Domain-Strategie keine Rolle mehr.

Es gibt noch ein weiteres wichtiges Kriterium, um sich zwischen einer Sub-Domain oder Hauptdomain-Strategie zu entscheiden, sofern man international tätig ist. Eine Hauptdomain-Strategie funktioniert nur, wenn für denselben Geschäftsbereich in den verschiedenen Ländern dieselbe Domain zur Verfügung steht, also zum Beispiel FotoScan24.es für Spanien und FotoScan24.de für Deutschland. Sonst muss man sich für Sub-Domains entscheiden oder eine andere URL suchen.

Grundsätzlich gilt: Je mehr eigene Websites Sie pflegen, desto mehr Aufwand müssen Sie dafür treiben und desto schwieriger wird es, ein gutes Ranking aller Webseiten in Google zu erhalten. Dafür sind eigene Webseiten einfacher zu merken und haben vor allem bei lokal agierenden Unternehmen entscheidende Vorteile auf das Ranking in Google. Also http://www.verkaufenmiterfolg.de ist sicher einfacher zu merken, als www.agalon.de/verkaufenmiterfolg.

Nun möchte ich anhand meines eigenen Unternehmens Fotoportal24 Ltd. ein konkretes Beispiel aufführen, damit Sie die Theorie auch besser verstehen.

Wie bereits erwähnt, haben wir drei unterschiedliche Geschäftsfelder:

FotoScan24: Foto bearbeiten (Offline-Service nur in Spanien)

FotoEdit24: Foto digitalisieren (Online-Service nur in Spanisch)

Moviskin: Skinfolien für mobile Geräte (Online- und Offline-Service in verschiedenen Sprachen und Ländern)

Zudem haben wir mit Fotoportal24 unser Portal und Unternehmenswebseite.

Diesen drei Geschäftsfeldern werden sehr unterschiedliche Kundenprofile zugeordnet. Weil die Marketing-Massnahmen (inkl. Facebook- und Twitter-Accounts) gezielt auf den jeweiligen Kundenkreis ausgerichtet werden müssen, sind diese auch sehr verschieden. Es gibt aber gewisse Überschneidungen. So kann nach dem Foto scannen der Fotobearbeitungs-Service beansprucht werden, also ein komplementärer Service zur Fotodigitalisierung. Beim Moviskin ist die Fotobearbeitung ebenfalls komplementär: Bevor man sein Foto auf dem Handy sehen will, muss es eventuell noch editiert werden.

Für die verschiedenen Geschäftsfelder kommt deshalb nur eine Sub-Domain- oder eine Hauptdomain-Strategie in Frage. Da wir die Scan-Dienstleistungen zurzeit nur in Spanien und auch in Zukunft in nur sehr wenigen Ländern anbieten werden.

Zusammengefasst habe ich für unsere Websites folgende Strategie gewählt:

Fotoportal24: Subdomains für die verschiedenen Sprachen. Die einzelnen Portale unterscheiden sich zum Teil erheblich bezüglich Inhalts (da wir zurzeit das Portal nur auf Spanisch haben, wurde diese Strategie noch nicht umgesetzt):

–> Fotoportal24.com: Lediglich ein Website, wo man die Sprache auswählen kann. Dazu auf Englisch einige Hinweise, wer wir sind und was wir anbieten.

–> en.fotoportal24.com: Unser Portal zu allen Dienstleistungen und Produkten, die wir im englischsprachigen Raum anbieten

–> de.fotoportal24.com: Unser Portal zu allen Dienstleistungen und Produkten, die wir im deutschsprachigen Raum anbieten

–> es.fotoportal24.com: Unser Portal zu allen Dienstleistungen und Produkten, die wir im spanischsprachigen Raum anbieten

Da wir FotoScan24 nur in Spanien anbieten, haben wir eine Hauptdomain-Strategie gewählt: fotoscan24.es

Für Fotoedit24 haben wie ebenfalls eine Hauptdomain-Strategie gewählt, da dieser Service nur auf Spanisch online angeboten wird: fotoedit24.es (Fotoedit24.com wäre sicher besser, da sich der Service nicht nur auf Spanien konzentriert; diese URL war aber nicht erhältlich).

Bezüglich Moviskin haben wir uns für eine Hauptdomain-Strategie entschieden, da sich dieses Produkt grundsätzlich von den übrigen Dienstleistungen unterscheidet. Für die verschiedenen Sprachen für Moviskin haben wir die Verzeichnis-Strategie gewählt, da die Webseiten in den verschiedenen Sprachen identisch sind. Also zum Beispiel

–> moviskin.com/en/

–> moviskin.com/es/

–> moviskin.com/dt/

Noch ein Hinweis. Es empfiehlt sich, auf jeden Fall für die wichtigsten Länder die länderspezifische Domain zu reservieren, also zum Beispiel fotoportal24.es für Spanien, und diese dann umzuleiten, also zum Beispiel Fotoportal24.es nach es.fotoportal24.com oder moviskin.de nach moviskin.com/de/. Denn viele Besucher geben die nationale Endung als URL ein und nicht die Subdomain.

Ich hoffe, mit diesen Tipps und den praktischen Beispielen, Ihnen wichtige Hinweise für Ihre eigene Domain-Strategie gegeben zu haben.

Ihr Patrick Brunner

PS: Besuchen Sie mich und mein Unternehmen auf http://www.verkaufenmiterfolg.com/

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